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What You Choose Not to Swallow
at the End of the Year
The year ends. the choice begins
Può essere attraversata più volte.
Sie kann mehrmals durchquert werden.
It can be travelled through several times.
Ciò che scegli di non ingoiare all’inizio dell’anno.
L’anno 2026 comincia, e così la tua scelta.
C’era una volta un pittore che arrivava sempre a fine anno con le mani sporche di colore e il cuore stanco. Non perché avesse smesso di creare, ma perché dipingere era diventato un campo di battaglia. Da una parte c’era la missione silenziosa della sua anima: un richiamo sottile, coerente, ostinato. Dall’altra, un coro di voci che non parlavano mai a bassa voce. Paura, vergogna, invidia, rabbia. Alcune erano sue, altre gli erano state consegnate con un sorriso, da persone e avvenimenti che il mondo chiama “realtà”.
Quelle voci gli offrivano sempre la stessa cosa: “la pillola blu”. Adattarsi, essere comprensibile, digeribile, approvato. “Non esagerare…non è il momento…così non funziona.” Lui le ingoiava, a volte senza nemmeno accorgersene. E ogni volta il suo lavoro diventava più corretto, più pulito… e più vuoto.
Eppure, ogni tanto, nel silenzio della notte, le emozioni che cercava di zittire tornavano a bussare. La paura gli stringeva lo stomaco, la vergogna gli abbassava lo sguardo, la rabbia gli faceva tremare le mani. Non parlavano di ciò che stava accadendo fuori, ma di qualcosa che era rimasto incompiuto dentro. Erano specchi, non nemici. Cicatrici che chiedevano di essere viste, non cancellate.
Un giorno l’artista smise di combatterle. Le osservò senza identificarvisi. Le ascoltò senza obbedire. In quello spazio nacque una chiarezza nuova: non tutto ciò che si sente deve guidare, ma tutto ciò che si sente può insegnare. Capì che il discernimento non è censura, è presenza.
La metamorfosi iniziò lì. Proprio nel punto che aveva sempre evitato. Dietro la paura di non essere capito, dietro il terrore di perdere l’approvazione, dietro l’idea di fallire. Lì trovò la sua vera natura.
E quando la accolse, accadde qualcosa di inatteso.
Non cambiò il mondo attorno a lui. Cambiò il suo gesto.
Alla fine dell’anno, l’artista non distrusse le pillole blu. Le lasciò sul tavolo, intatte. Poi fece un’opera che non chiedeva permesso a nessuno. E mentre la firmava, capì il finale che lui stesso non si era mai permesso di raccontare:
non era mai stato il mondo a volerlo addormentare. Era lui che si stava svegliando.
L’azione consapevole, quella vera, comincia sempre così: scegliendo di non ingoiare più nulla che ti separi da ciò che sei.
Felice anno nuovo in presenza.
J.B.Kairos
Was du zu Beginn des Jahres nicht mehr schlucken willst.
Das Jahr 2026 beginnt und so beginnt auch deine Wahl.
Es war einmal ein Maler, der jedes Jahr mit farbverschmierten Händen und einem müden Herzen beendete. Nicht, weil er aufgehört hätte zu erschaffen, sondern weil das Malen zu einem Schlachtfeld geworden war. Auf der einen Seite stand die stille Mission seiner Seele: ein feiner, stimmiger, unbeirrbarer Ruf. Auf der anderen ein Chor von Stimmen, die niemals leise sprachen. Angst, Scham, Neid, Wut. Manche gehörten ihm selbst, andere waren ihm mit einem Lächeln überreicht worden, von Menschen und Ereignissen, die die Welt „Realität“ nennt.
Diese Stimmen boten ihm immer dasselbe an: „die blaue Pille“. Sich anpassen, verständlich sein, verdaulich, anerkannt. „Übertreib nicht … es ist nicht der richtige Moment … so funktioniert das nicht.“
Er schluckte sie manchmal, ohne es überhaupt zu merken. Und jedes Mal wurde seine Arbeit korrekter, sauberer … und leerer.
Doch hin und wieder, in der Stille der Nacht, klopften die Gefühle, die er zum Schweigen bringen wollte, erneut an. Die Angst zog ihm den Magen zusammen, die Scham senkte seinen Blick, die Wut ließ seine Hände zittern.
Sie sprachen nicht von dem, was in der Welt geschah, sondern von etwas, das in ihm unvollendet geblieben war. Es waren Spiegel, keine Feinde. Narben, die gesehen werden wollten, nicht ausgelöscht.
Eines Tages hörte der Künstler auf, gegen sie zu kämpfen. Er betrachtete sie, ohne sich mit ihnen zu identifizieren. Er hörte ihnen zu, ohne ihnen zu gehorchen.
In diesem Raum entstand eine neue Klarheit:
Nicht alles, was man fühlt, muss führen, aber alles, was man fühlt, kann lehren.
Er begriff, dass Unterscheidungsvermögen keine Zensur ist, sondern Präsenz.
Die Metamorphose begann genau dort. An dem Punkt, den er immer gemieden hatte. Hinter der Angst, nicht verstanden zu werden. Hinter dem Schrecken, Zustimmung zu verlieren. Hinter der Vorstellung zu scheitern. Dort fand er seine wahre Natur. Und als er sie annahm, geschah etwas Unerwartetes.
Die Welt um ihn herum veränderte sich nicht.
Seine Geste tat es.
Am Ende des Jahres zerstörte der Künstler die blauen Pillen nicht. Er ließ sie unberührt auf dem Tisch liegen. Dann schuf er ein Werk, das niemanden um Erlaubnis bat. Und während er es signierte, verstand er das Ende, das er sich selbst nie erlaubt hatte zu erzählen:
Es war nie die Welt gewesen, die ihn einschläfern wollte. Er selbst war dabei, aufzuwachen.
Bewusstes Handeln beginnt immer damit, dass du dich entscheidest, nichts mehr zu schlucken, was dich von dem trennt, was du bist.
Ein glückliches neues Jahr in Präsenz.
J.B.Kairos